Die Kraft der Verbindung

Die Verbindung zwischen Mama und Kind beginnt sehr früh. Bereits im Bauch entsteht eine feine, tiefe Beziehung – bei den einen spürbarer, bei den anderen leiser. Und wenn unsere Kinder geboren sind, sind sie auf uns angewiesen.

Schritt für Schritt lösen sie sich im Laufe ihres Lebens von uns, werden eigenständiger, selbstständiger, unabhängiger. Und genau so soll es sein. Diese Ablösung (die sogenannte Abnabelung) ist wichtig, gesund und notwendig. Für einige Mamas ist diese Ablösung befreiend, für andere wiederum beängstigend.

Trotz dieser Abnabelung bleibt die Verbindung bestehen – ein Leben lang.

Unsere Kinder sind über lange Zeit von uns abhängig – emotional, körperlich und seelisch. Diese Nähe und Verantwortung sind wunderschön und gleichzeitig herausfordernd. Für viele Mamas bringen sie Gefühle mit sich, die neu sind oder die wir in dieser Intensität bisher nicht kannten.

Mama zu sein ist eine der grössten Aufgaben unseres Lebens.

Und oft führt sie uns an Grenzen, die wir so nicht erwartet hätten. Grenzen, an denen Gefühle auftauchen, die uns verunsichern, überfordern oder innerlich hin- und herreissen. Während wir selbst erst lernen dürfen, mit diesen Gefühlen umzugehen, begegnen uns zusätzlich Meinungen, Ratschläge und Erwartungen von aussen. Gut gemeint – und doch nicht immer hilfreich.

Familie, Freunde, Nachbarn oder auch gesellschaftliche Vorstellungen zeigen uns oft sehr klar, was „richtig“ oder „falsch“ sein soll. Ich gehe davon aus, dass diese Rückmeldungen primär aus guter Absicht entstehen. Meist möchten Menschen unterstützen. Doch ob dir, liebe Mama, etwas guttut, kannst nur du fühlen. Und auch nur du kannst entscheiden, was du annimmst – und was nicht.

Viele Mamas geraten genau hier ins Wanken. Sie fühlen sich unsicher, hin- und hergerissen und verlieren zunehmend den Zugang zu ihrer eigenen inneren Stimme. Sie lesen Fachbücher, besuchen Kurse, informieren sich – mit dem Wunsch, alles richtig zu machen. Und doch bleibt oft das Gefühl, nicht anzukommen. Nicht in der Ruhe. Nicht in der Sicherheit. Nicht in der Verbindung.

Doch wer entscheidet, was richtig ist, was zu dir, zu deinem Kind, zu eurer Familie passt? Diese Antworten liegen nicht im Aussen – sie liegen in dir.

Auch ich habe diese Verbindung zu meinen Kindern immer wieder neu entdecken dürfen.

Auch ich habe lange nach meinem Weg gesucht. Nach Antworten auf Fragen, die mich über Jahre begleitet haben. Auf diesem Weg bin ich der Herzarbeit begegnet. Sie hat mir ermöglicht, meine Themen nicht nur zu verstehen, sondern sie in der Tiefe zu fühlen, zu verändern und neu auszurichten. Manche Fragen haben sich aufgelöst, andere durfte ich bewusst anschauen und integrieren.

Dieser Weg hat mich zurück in die Verbindung geführt – zu mir selbst und zu meinen Kindern.

Verbindung beginnt immer im Inneren. Wenn wir uns selbst spüren, wenn wir unsere Gefühle wahrnehmen und ernst nehmen, entsteht Klarheit. Aus dieser Klarheit heraus können wir unsere Kinder liebevoll und sicher begleiten – auch in schwierigen Momenten.

Durch diesen Weg dürfen wir:

  • wieder mehr in Selbstbestimmung wachsen,
  • mit einem liebevollen Blick durchs Leben gehen,
  • uns selbst besser erkennen,
  • alte Muster und Glaubenssätze verstehen und transformieren,
  • neue Wege im Umgang mit uns selbst und unseren Kindern finden.

Ich selbst spüre heute mehr Klarheit, Sicherheit und innere Ruhe. Mein Umgang mit meinen Kindern – und mit mir – hat sich verändert. Nicht, weil alles immer leicht ist, sondern weil ich innerlich verbunden bleibe. Ich nehme mein Leben bewusster wahr, als hätte ich eine Brille abgelegt, die mir lange die Sicht vernebelt hat. Leichtigkeit, Gelassenheit, Liebe und Freude dürfen wieder mehr Raum einnehmen.

Der HerzWeg führt über das Fühlen, über das Wahrnehmen, über das, was wir oft Bauchgefühl nennen.

Unsere Gesellschaft setzt stark auf Denken, Wissen und Leistung. Fachliteratur und Ausbildungen können wertvolle Impulse geben. Doch das Zusammensein mit unseren Kindern ist so viel mehr als erlerntes Wissen. Unsere Kinder spüren, wie wir innerlich verbunden sind – mit ihnen und mit uns selbst.

Wenn du…

  • spürst, dass du aus dem Funktionieren aussteigen möchtest,
  • nicht mehr nur reagieren, sondern bewusst leben willst,
  • Perfektionismus, Kontrolle oder Daueranspannung loslassen möchtest,
  • dir mehr Ruhe, Klarheit und Verbindung wünschst,
  • deine Kinder auch in herausfordernden Momenten liebevoll und sicher begleiten willst,

…dann beginnt dieser Weg immer bei dir – In deinem Herzen, in deiner Verbindung zu dir selbst.

Denn genau dort entsteht die Kraft, die trägt – für dich und für deine Kinder.

HerzensGrüsse

deine Marion

 

Dieser Beitrag ist Teil meiner Blogreihe
„HerzWeg Gedanken für Mamas“ –
Impulse für ein bewusstes, verbundenes Mama-Sein.

Von Herz zu Herz